Umwelt und Energie

 

Er kann Bäume spalten und Dächer durchschlagen. Kurz und heftig ist die Naturgewalt des Blitzes. Er erzeugt einen kurzzeitigen Strom von etwa 50 000 bis 100 000 Ampère. Diese natürliche Elektrizität entsteht, wenn eine elektrische Spannung zwischen Wolken und Erdoberfläche ausgeglichen wird:

Die Wassertröpfchen in einer Gewitterwolke werden durch starke Auf- und Abwinde durcheinander gewirbelt. Dabei prallen die Teilchen zusammen und werden elektrisch aufgeladen. Die kleinen und leichteren - meist positiv geladenen Teilchen - sammeln sich im oberen Teil der Wolke an; die schweren, negativ geladenen Partikel im unteren Teil. Innerhalb der Wolke baut sich ein Spannungsfeld von einigen hundert Millionen Volt auf. Ist der Spannungsunterschied gross genug (etwa 30 Kilovolt pro Zentimeter), kommt es zu einer plötzlichen Entladung in Form von Blitzen. Der Durchmesser des Blitzes ist rund 12 Millimeter, es fliesst jedoch ein starker Strom von 50 000 bis 100 000 Ampère. Dabei erhitzt sich die umgebende Luft massiv und dehnt sich aus in wenigen Millisekunden aus. Dies erzeugt eine Druckwelle, die wir als Donner wahrnehmen. Folgt der Donner unmittelbar nach dem Blitz, klingt er scharf und laut, es riecht schweflig. Ist das Gewitter weit weg, hören wir nur ein Donnergrollen.

Blitz: Spannungentladung