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Stromwirtschaft
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Strom kann nicht gespeichert werden. Er muss deshalb sofort verbraucht oder ins Ausland verkauft werden. Ebenso muss berücksichtigt werden, dass der Verbraucher je nach Tages- und Jahreszeit mehr oder weniger Strom braucht.
Die Strompreise sind ständigen Schwankungen unterworfen und grundsätzlich von drei Faktoren abhängig:
- Angebot und Nachfrage
- Investitionszyklen in den Produktionsanlagen
- Der Strompreis veliert an Stabilität, wenn sich der Stromhandel den Gesetzen der Spekulation unterwirft
Die ganze Schweiz ist in rund 900 kleine Monopole aufgeteilt. Dies hat zur Folge, dass die Elektrizitätsunternehmen innerhalb unseres Landes unterschiedliche Strompreise verlangen können. Im Allgemeinen kommen die Zweigliedtarife zur Anwendung: Für kleine Stromkunden, wo sich der Einbau eines Leistungszählers nicht lohnt, gibt es den Grundpreistarif und den Arbeitspreis pro Kilowattstunde. Für die grösseren Abnehmer wird neben der bezogenen Strommenge auch die Leistung gemessen und zusätzlich zum Arbeitspreis verrechnet.
Im Unterschied zu vollständig liberalisierten Ländern wie Grossbritannien, Skandinavien, Deutschland und Österreich sind die Strompreise in der Schweiz vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie für die Industrie höher. Die Gesetzesvorlage zur Liberalisierung des Marktes (EMG) wurde im September 2002 von den Stimmbürgern zum ersten Mal verworfen. Neu wird ab Januar 2008 für Kunden, deren Energieverbrauch über 100'000 kWh pro Jahr liegt, der Markt geöffnet. Im Jahr 2013 sollen dann auch Kunden mit weniger als 100'000 kWh Energieverbrauch, das heisst KMU und Haushalte, vom liberalisierten Markt profitieren können.
Eine gute Informationsdienstleistung rund um Strompreise und Tarife bietet die Service-Seite der Firma Geiger Consulting in Ebikon (LU): www.enerprice.ch
Strompreise in der Schweiz: Website des Preisüberwachers schafft Transparenz
Die Website www.elcom.admin.ch gibt einen vollständigen Überblick über die Elektrizitätspreise in der Schweiz. Interessierte können sich die Preise anzeigen lassen, welche die Elektrizitätsverteiler für 14 Verbraucherkategorien pro Kilowattstunde verrechnen. Der Preis enthält die fixen Gebühren und die konsumabhängigen Energiepreise ohne Mehrwertsteuer. Eine Grafik zeigt, wo der ermittelte Preis im kantonalen Vergleich und gegenüber dem schweizerischen Durchschnitt liegt.
Steigende Strompreise für Haushalte in Europa
Die Entwicklung der Strompreise für private Haushalte in Europa lässt gemäss EU-Statistik (Eurostat) erkennen, dass die Tendenz in den meisten untersuchten Staaten für alle Verbrauchertypen ansteigend war. In der Schweiz ist der Trend leicht ansteigend. Die Schweiz liegt damit im Mittelfeld, kaufkraftbezogen sogar günstig. Die neuen EU-Mitgliedstaaten in Osteuropa sind durchwegs noch auf einem tiefen Preisniveau, der Trend geht jedoch steil nach oben.
Weitere Informationen:
epp.eurostat.ec.europa.eu
www.elcom.admin.ch
www.enerprice.ch


