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Stromnetz
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Netzformen
Der Begriff Netz umfasst die Gesamtheit aller Einrichtungen (wie Freileitungen, Kabel, Transformierungs- und Schaltanlagen mit ihren Sicherungs- und Überwachungseinrichtungen, Schaltern usw.), die zur Übertragung und Verteilung der elektrischen Energie notwendig sind. In der Ausführungsform eines Netzes unterscheidet man drei Arten, die an folgenden Beispielen aus dem Niederspannungsbereich erläutert werden.
Strahlennetz
Dies ist die einfachste Netzform. Die Leitungen laufen von einem Einspeisepunkt - z.B. einer Ortstransformatorenstation - strahlenförmig auseinander. Tritt bei dieser Netzart eine Störung auf, ist die Stromversorgung aller Kunden, die an den fehlerhaften Leitungsstrang angeschlossen sind, solange unterbrochen bis der Fehler behoben ist. Der Ausfall einer Transformatorenstation kann ganze Quartiere lahm legen.
Vermaschtes Netz
Werden zwischen weit entfernten Punkten zusätzliche Leitungen in ein Ringnetz gelegt, entsteht ein vermaschtes Netz. Es weist eine sehr hohe Versorgungszuverlässigkeit auf, da nun jeder Leitungsabschnitt über mehrere Wege versorgt werden kann. Selbst ein Ausfall mehrerer Leitungsabschnitte wird keine grössere Störung bewirken. Vermaschte Netze werden vor allem dort gebaut und betrieben, wo durch Störungen die Versorgungssicherheit vieler Kunden gefährdet ist. Dies ist besonders auf der Übertragungs- und Grobverteilungsebene der Fall.


