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Geschichte Wasserkraft
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Für die Menschen in den Alpen war neben dem Holz die Wasserkraft eine der wenigen verwertbaren Energiequellen. Im Mittelalter nutzte man bei Wasserrädern die mechanische Kraftübertragung. Die Anlagen befanden sich isoliert im Besitz von Betrieben wie Mühlen, Webereien oder Hotels. Der Übergang zur Elektrifizierung ab 1880 brachte den Durchbruch der Elektrizitätsversorgung in der Schweiz. Erste private und kommunale Elektrizitätswerke nahmen ihren Betrieb auf. Im Jahr 1894 produzierten die meist kleinen, lokalen Wasserkraftwerke für die 40 grössten Gemeinden Strom.
Anfangs des 20. Jahrhunderts wurden neben den konventionellen Niederdruck-Laufkraftwerken erstmals Speicherkraftwerke gebaut. Die Elektrifizierung aller Schweizer Gemeinden geht zurück auf das Ende des Zweiten Weltkriegs. Durch den anschliessenden Konjunkturaufschwung stieg der Strombedarf. Der Bau der grossen Stauanlagen in den Alpen (Grande Dixence-VS, Mauvoisin-VS, Oberhasli-BE, Maggia-TI) fällt in diese Zeit. Bald gab es keine geeigneten Kraftwerksstandorte mehr und man sah sich um nach neuen Energiequellen. Die Planung der ersten Kernkraftwerke begann im Jahr 1969.
Die Nutzung der Wasserkraft bildet heute die Basis unserer Stromversorgung. Rund 60 % des Strombedarfs werden mit Lauf- und Speicherkraftwerken produziert.
