Poweron 
- [Alt + 0] - Startseite
- [Alt + 1] - Navigation
- [Alt + 2] - Inhalt
- [Alt + 3] - Kontakt
- [Alt + 4] - Sitemap
- [Alt + 5] - Suche
Geschichte Pioniere
{$TEXT.titleSubnav}
William Thomson wurde 1824 in Belfast geboren. Sein Vater James war Mathematiklehrer. Als er sechs Jahre alt ist, stirbt seine Mutter. 1832 wird sein Vater auf den Lehrstuhl für Mathematik an der Universität Glasgow berufen. Er erreicht, dass seine beiden Söhne seinen und den Vorlesungen seiner Kollegen beiwohnen dürfen. Mit zehn Jahren wird William zusammen mit seinem zwei Jahre älteren Bruder als Student in Glasgow eingeschrieben. Er beschäftigt sich mit den Schriften von Lagrange, Laplace und Fourier. Nach sechs Jahren wechselt er ohne einen erworbenen Grad nach Cambridge. Dort publiziert er 1842 eine Arbeit über die Beziehungen zwischen der Theorie der Wärme und der Elektrizität. Dies ist die erste von insgesamt 661 Veröffentlichungen.
Nach einem Informationsbesuch an der Royal Institution und einem viermonatigem Aufenthalt in Paris folgt er 1846 einem Ruf nach Glasgow auf den Lehrstuhl für Naturwissenschaften. Diesen hat er 43 Jahre inne. Dreimal bemüht man sich in Cambridge um ihn, jedoch vergeblich. Er gründet das erste britische Universitäts-Laboratorium für Physik, in dem die Studenten experimentelle Methoden erlernen können.
Bereits 1848 bringt er eine absolute thermometrische Skala- die Kelvin-Skala zum Vorschlag. Die Zusammenarbeit mit Prescott Joule führt zur Entdeckung des Joule-Thomson-Effekts. Im Alter von 27 Jahren wird er Mitglied der Royal Society.
Mitte der 50er Jahre des 19. Jahrhunderts wird die Telegraphie, dabei vor allem die Überseetelegraphie, sein Lieblingsgebiet. Er wird in den 18-köpfigen Aufsichtsrat der Atlantic Telegraph Company zur Verlegung eines Überseekabels berufen. 1857 wird der erste Versuch zur Verlegung unternommen, scheitert jedoch nach 330 Seemeilen, als das Kabel bricht. Das 1858 verlegte zweite Kabel funktioniert auch nur einen Monat. Erst der vierte Versuch 1866 hat dauerhafteren Erfolg. Thomson, der auf allen vier Fahrten dabei war, erntet sehr viel Anerkennung und wird geadelt.
Bereits seit 1881 arbeitet er in einem Ausschuss der British Association zur Einführung eines absoluten Masssystems mit. Die englischen Einheiten für Masse und Gewichte nennt er "absurd, ridiculous, time-wasting" und "brain-destroying". Jedoch führen erst die Kongresse 1881 und 1893 zur Annahme der Einheiten Volt, Ampere, Farad und Ohm.
Nach dem Kauf einer Segelyacht beschäftigt er sich mit der Hydrodynamik. Zuvor hat er Versuche zur atmosphärischen Elektrizität gemacht. Er greift Probleme der Navigation auf, verbessert den Schiffskompass und Lotungsgeräte. 1874 baut er sich in Largs bei Glasgow ein großes Landhaus, das 1881 als eines der ersten Wohnhäuser mit elektrischem Licht ausgestattet wird.
1892 wird er in den höheren Adelsstand erhoben und erhält einen Sitz im Oberhaus. Er nennt sich von nun an Lord Kelvin of Largs, wobei Kelvin ein kleiner Fluss ist, der an seinem Wohnort Largs vorbeifliesst und in Glasgow in den Clyde mündet. William Thomson stirbt am 17.12.1907.
